Anwendung

FREQUENTLY ASKED QUESTIONS

ÜBER PLEXIGLAS® FORMMASSEN
Wie können Oberflächenkratzer aus PLEXIGLAS® entfernt / herauspoliert werden?
Leichte Kratzer können mit der "Acrylglas-Polier & Repair Paste" (AGP) der Fa. Burnus auspoliert werden. Tiefe Kratzer müssen zuerst mit grobem, dann immer feinerem Nassschleifpapier (bis zur Körnung 1000) solange immer feiner ausgeschliffen werden, bis nur noch leichte Kratzer vorhanden sind. Anschließend mit AGP polieren. AGP ist über den PLEXIGLAS® Lieferanten erhältlich. Maschinelles Polieren ist mit eine Polierschwabbel mit Wachs möglich.

Womit können PLEXIGLAS® Teile gereinigt werden?
Vor einer Oberflächenbearbeitung empfiehlt sich die Reinigung mittels Abblasen mit ionisierter Luft bzw. Abwaschen mit warmem Wasser und einem Tuch aus Handschuhstoff und Spülmittel bzw. "ANTISTATISCHER KUNSTSTOFF-REINIGER UND -PFLEGER" der Fa. Burnus.

Wie können blinde - matte - milchige PLEXIGLAS® Oberflächen, entstanden durch Reinigen mit einem Lösemittel, wieder instandgesetzt werden?
Hierbei handelt es sich um einen mechanischen oder chemischen Angriff auf die Materialoberfläche. Diese Beschädigung kann nur noch durch mechanisches Überschleifen und Polieren beseitigt werden. In vielen Fällen ist ein Austauschen das Bauteils sinnvoll.

Können PLEXIGLAS® Artikel in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden?
Formteile aus PLEXIGLAS® Standard Formmasse können nach häufigen Spüldurchgängen feinste Spannungsrisse aufweisen. Geprüfte Spülmaschinenbeständigkeit besitzen die Formmassen PLEXIGLAS® Ressit zk30, zk40 und zk50.

Wie kann die Staubanziehung (statische Aufladung) von PLEXIGLAS® Formteilen vermieden werden?
PLEXIGLAS® ist - wie viele Kunststoffe - ein typischer Nichtleiter mit guten Isolationseigenschaften, das heißt, es hat einen hohen Oberflächen- und Durchgangswiderstand. Daher kann sich die Oberfläche nach einer mechanischen Reinigung durch Reiben mit festen Gegenständen elektrostatisch aufladen. Vor einer Oberflächenbearbeitung empfiehlt sich die Reinigung mittels Abblasen mit ionisierter Luft bzw. Abwaschen mit warmem Wasser und Spülmittel oder Abwischen mit "ANTISTATISCHEM KUNSTSTOFF-REINIGER UND -PFLEGER" der Fa. Burnus.

Wie ist die Beständigkeit von PLEXIGLAS® gegen UV-(ultraviolette) Bestrahlung?
Glasklare PLEXIGLAS® Standardformmassen besitzen eine hervorragende Beständigkeit gegen Alterung und Bewitterung einschließlich der natürlichen UV-Strahlung. Somit ergeben sich keine Vergilbung und Versprödung auch nach langjähriger Freibewitterung in unterschiedlichen Klimata der Erde. PLEXIGLAS® behält über viele Jahre seine herausragenden optischen und mechanischen Eigenschaften.

Wie witterungsbeständig ist PLEXIGLAS®?
PLEXIGLAS® besitzt eine hervorragende Beständigkeit gegen Alterung und Bewitterung einschließlich der natürlichen UV-Strahlung. Somit ergeben sich keine Vergilbung und Versprödung auch nach langjähriger Freibewitterung.

Wie ist die Chemikalienbeständigkeit (Verträglichkeit) von PLEXIGLAS® Formteilen?
PLEXIGLAS® zeichnet sich im allgemeinen durch eine gute Chemikalienbeständigkeit aus. Formteile aus PLEXIGLAS® sind bei Raumtemperatur gegen die meisten anorganischen Chemikalien, gegen aliphatische Kohlenwasserstoffe, cycloaliphatische Verbindungen, Fette und Öle und bei Temperaturen bis zu 60 Grad Celsius auch gegen verdünnte Säuren und konzentrierte Lösungen der meisten Alkalien beständig.
Dagegen wird PLEXIGLAS® von Chlorkohlenwasserstoffen, Ketonen, Estern, Ethern, Alkoholen und aromatischen Verbindungen angegriffen. In Zweifelsfällen sollten Versuche durchgeführt oder unsere technische Beratung in Anspruch genommen werden.

Wie kratzfest sind Formteile aus PLEXIGLAS®?
Formteile aus PLEXIGLAS® Standardformmassen haben die größte Oberflächenhärte und damit die beste Kratzfestigkeit von allen thermoplastischen Kunststoffen. Dadurch bleibt auch nach längerer Verwendung der hohe Glanz erhalten. Schlagzähe PLEXIGLAS® Resist Formmassen haben eine etwas geringere Kratzfestigkeit. Informationen zum Prüfverfahren der Kratzfestigkeit und der dabei gemessenen Werte der verschiedenen Typen finden Sie rechts oben auf dieser Seite.

Wie können Spannungsrisse in PLEXIGLAS® vermieden werden?
Bedingt durch den Herstellungsprozess (z. B. schnellere (schroffe) Abkühlung) besitzen die Formteile u. U. hohe Eigenspannungen. Auch nicht werkstoffgerechte Befestigungsmethoden (z. B. punktförmiges Befestigen) können zu erhöhten Spannungen in den Formteilen führen. In diesem Fall handelt es sich um mechanische Spannungen. Durch das Einwirken eines korrosiven Mediums (z. B. Reinigungsmittel, Siebdruckfarben, Lösemitteldämpfe) auf diese Bauteile kann es zu Spannungsrissen kommen. Die Teile sollten also spannungsarm produziert werden (höhere Werkzeugtemperaturen, langsameres Abkühlen, höhere Entformungstemperaturen) oder nachträglich warmgelagert (getempert) und wenn möglich großflächig befestigt werden. Auch sollten Reinigungsmittel verwendet werden, die mit PLEXIGLAS® verträglich sind.
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